Intravenöse Lasertherapie (Laserblutbehandlung)

Die Wirkungsweise der intravenösen Laser-Therapie:

Bei der sogenannten Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) kommt ein Laserlicht zur Anwendung, welches, je nach seiner Wellenlänge und somit Farbe, seine Energie (Photonen) an verschiedene Zielgewebe im menschlichen Körper abgibt.

Bei uns wird diese Energie intravenös (in die Vene) appliziert. Wir haben die Möglichkeit, das Laserlicht in verschiedenen Wellenlängen zu applizieren, und somit verschiedene Bestandteile des Blutes zu aktivieren.

Zunächst wird eine Plastikkanüle in eine Armvene eingeführt ähnlich wie bei einer Infusionstherapie. Dann wird der sterile Lichtleiter in Form einer Kunstoff-Faser durch die Venenkanüle direkt bis in den Blutstrom eingeführt, von wo er seine Lichtenergie durch Bestrahlung an die Zellen des Blutkreislaufes abgeben kann.

Die so energetisch „geladenen“ Blutzellen gelangen über den Blutkreislauf zu allen Organen im menschlichen Körper und tragen im besonderen Maße zur Regeneration von erkrankten Zellen und Organen bei.

So sind die Therapie-Erfolge auch bei systemischen, den ganzen Körper betreffenden, Erkrankungen zu erklären.

In physiologischen Untersuchungen (Wissenschaftsgebiet des Stoffwechsels) konnten

  • anti-entzündliche Effekte,
  • eine Besserung der Fließeigenschaften des Blutes durch erhöhte Verformbarkeit der roten Blutkörperchen, geringere Neigung der Blutplättchen zu verkleben und Entspannung der Arterienwand durch Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO),
  • eine Erhöhung der Gewebshormone und Eiweiße zur Gewebereparatur und
  • eine Stimulation der Herstellung von weißen Blutkörperchen und Antikörpern zur Stärkung des Immunsystems

nachgewiesen werden.

Das bei uns eingesetzte Gerät wird von der Firma Weber Medical hergestellt. Hierbei beteiligte sich die Landesregierung Niedersachsen über ein Förderprogramm (Biophotonik II) an den Entwicklungskosten. Der Arzt und Chemiker Dr. med. Dipl. Chem. Michael Weber entwickelte das Gerät bis zur Zulassung, Zertifizierung und Einführung in die Praxis im Jahre 2005.

Einsatzgebiete:

Gemäß der Internationalen Gesellschaft für Medizinische Laseranwendung (ISLA) wird der Einsatz der intravenösen Laserbehandlung bei folgenden Erkrankungen empfohlen

  • Chronische Schmerzsyndrome
  • Rheuma
  • Polyneuropathien
  • Fibromyalgie
  • Diabetes mellitus
  • Allergien, Ekzeme, Neurodermitis und Psoriasis
  • Chron. Leber– und Nierenerkrankungen
  • Fettstoffwechselstörung
  • Herzerkrankungen
  • Hypertonie
  • Multiple Sklerose: MS
  • Borreliose
  • Depression
  • Erschöpfungsdepression (Burn-out-Syndrom)
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom, CFS)
  • Tinnitus
  • Macula-Degeneration

Durchführung:

Die intravenöse Laserbehandlung wird 3 x pro Woche für 20 min. durchgeführt. Die positiven Effekte sind nach ca. 10- bis 12- maliger Anwendung, also nach ca. 4 Wochen, nachweisbar und erreichen ihren Höhepunkt nach ca. 3 MonatenDiese positiven Effekte lassen sich im Folgezeitraum noch bis zu einem halben Jahr nachweisen.

Nachweise:

  • Die intravasale Laserblutbestrahlung: Vorstellung einer neuen Therapiemethode, Weber et al. (2007).
  • Invasive Laserblutbehandlung: Fallberichte aus der Praxis, Aluani (2007).
  • Frequenzen mit Konsequenzen. Pilotstudie zur Diabetesbehandlung mittels einer neuen Insulinfrequenz, Wirz (2008).
  • Study of the Efficacy of Low Level Laser in Myocardial Perfusion of Patients with Chronic Stable Angina, Noohi/Javdani/Kiavar (2008).
  • Die Effekte intravasaler low level Lasertherapie im Rahmen einer Redifferenzierungstherapie maligner Tumoren, Andrae (2007).
  • Intravenöse Laserblutbestrahlung bei Multipler Sklerose: ein neues Therapieverfahren mit signifikanter Verbesserung der Lebensqualität, Schumm (2008).
  • Eine prospektive Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit der Laserdusche bei Knie- und Schulterpatienten, Wolf/Fußgänger/ Weber (2006).
  • Fibromyalgie in der Schmerztherapie. Mechanismen und Behandlungschancen durch Lasertherapie, Wieden (2009).
  • Intravenous laser blood irradiation in sports medicine, Raggi/Vallesi (2008).
  • siehe bitte auch: Klinische Studien veröffentlicht durch die ISLA 

Bitte beachten Sie: Diese individuellen Leistungen können von Ihnen gewählt und in Anspruch genommen werden.

IGel werden – wie allgemein üblich – nach der amtlichen Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) abgerechnet.